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  • Ramsar-Feuchtgebiete in Deutschland

Ramsar-Feuchtgebiete in Deutschland

Infos in Leichter Sprache

Feuchtgebiete sind Landschaften in der Natur,
die besonders feucht oder nass sind.

Zum Beispiel:

  • In Flüssen und Seen ist Wasser.
  • Moore, Sümpfe oder Feuchtwiesen
    haben einen feuchten oder nassen Boden.

Die Feuchtgebiete sind wichtig für die Natur.

In Feuchtgebieten gibt es
über 100.000 verschiedene Tiere und Pflanzen.

Ein sommerlicher Tag mit vielen Grüntönen. Uferstreifen im Vordergrund, danach Wasserlauf des Rheins. Am anderen Ufer sind die Rheinauen bestehend aus Bäumen und Gebüsch. Hügel im Hintergrund.© Wolfgang Henkes

Rheinauen

Einige Feuchtgebiete sind besonders wichtig
für die ganze Welt:
Viele Vogel-Arten leben nicht das ganze Jahr
an einem einzigen Ort.
Das sind die Zugvögel.

Sechs Vögel mit ausgebreiteten Flügeln am hellblauen, wolkenlosen Himmel.© Oliver Lange

Kraniche

Einige Zugvögel leben im Sommer an einem Ort.
Wenn es kalt wird, fliegen sie zu wärmeren Orten.
Viele Zugvögel machen auf der Reise eine Pause
in den Feuchtgebieten in Deutschland.
Sie finden dort Wasser und Futter.

Sehr viele braune und schwarz-weiße Vögle stehen in einer Feuchtwiese zwischen grünem Gras und großen Pfützen.© G. M. Heinze

Kiebitz und Goldregenpfeifer an der Unterelbe

Im Jahr 1971 haben sich viele verschiedene Länder getroffen
und einen Vertrag gemacht:
Sie wollen besonders wichtige Feuchtgebiete
auf der ganzen Welt schützen.

Der Name vom Vertrag ist Ramsar-Konvention.
Deutschland ist seit 50 Jahren Mitglied im Vertrag.
Es gibt 35 Ramsar-Feuchtgebiete in Deutschland.

Zwei Menschen schütteln sich die Hand.© Canva

Warum sind die Feuchtgebiete wichtig?

Sie sind wichtig für den Klima-Schutz:
Auf der Welt gibt es immer mehr Tage
mit starkem Regen oder mit starker Hitze.
Das ist so, weil es zu viele Gase in der Luft gibt.
Zum Beispiel:
durch Abgase von Autos oder Fabriken.
In einem Gas ist Kohlenstoff.

Die saftig-grünen zum Teil überschwemmten Feuchtwiesen am Rande eines Sees als Luftaufnahme.© Bernhard Volmer

Meerbruchswiesen am Steinhuder Meer

Moore können Kohlenstoff sehr gut aufnehmen.
So kommt weniger von dem Gas in die Luft.
Wälder speichern auch Kohlenstoff.
Aber Moore speichern Kohlenstoff besser.
Alle Moore auf der Welt speichern so viel Kohlenstoff
wie alle Wälder zusammen.
Dabei gibt es mehr Wald als Moore auf der Welt.

Ein Moor mit Wasserstellen, grünen Gräsern, abgestorbenen Baumresten und Wald im Hintergrund an einem wolkenlosen Tag.© Weserland Touristik

Diepholzer Moorniederung

Feuchtgebiete können Wasser gut aufnehmen.
Zum Beispiel bei starkem Regen.
Das Wasser fließt dann nicht auf Felder oder in Orte.
Feuchtgebiete schützen darum vor Überschwemmungen.
Und Feuchtgebiete speichern das Wasser.

Das ist gut, wenn es lange Zeit trocken ist.
Und Feuchtgebiete reinigen das Wasser.
So kann man daraus besser Trinkwasser machen.

Sumpfiger Seenbereich mit Wasser und grünen Gräsern, dazwischen zwei weiße Schwäne. Im Hintergrund – goldenes Schilf, dahinter - grüne Bäume.© Niederbichler

Ammersee

Die Feuchtgebiete an Küsten schützen bei Stürmen.
Oft gibt es an Küsten viel Sand und Steine.
Dort wachsen wenig Pflanzen.
Bei einem Sturm drücken viel Wasser und Wind
auf die Küste.
Dann spült das Wasser zum Beispiel den Sand weg.
In den Feuchtgebieten halten
die Wurzeln von den Pflanzen die Erde fest.
Und das Wasser kann die Küsten nicht überschwemmen.

Sonniger Tag mit großen Schäfchenwolken. Unten Priel-Wasserlauf und Salzwiesen von Hallig Hooge - einer flachen Insel vor der Küste Schleswig-Holsteins.© Martin Stock

Hallig-Hooge mit Salzwiese

Viele Menschen besuchen Feuchtgebiete.
Dort kann man sich gut erholen
und Pflanzen und Tiere entdecken.
Und die Feuchtgebiete helfen an warmen Tagen.
Am See ist die Luft etwas kühler.
Und eine Stadt mit Feuchtgebieten ist kühler als
die Stadt ohne Feuchtgebiete.

Gruppe aus ca. 20 Menschen steht um ein Stativ am Seeufer. Rechts - hügelige Landschaft. Einige in der Gruppe schauen in ihre Ferngläser auf den See.© R. Kucklick

Helmestausee Berga-Kelbra

Was können wir alle für die Feuchtgebiete tun?

Viele Feuchtgebiete auf der Welt wurden schon zerstört.
Zum Beispiel:

  • Die Menschen haben Moore ausgetrocknet.
  • Sie haben den Weg von Flüssen geändert und umgebaut.

Wir müssen die Feuchtgebiete schützen, die es noch gibt.
Und wir können Feuchtgebiete wieder in Ordnung bringen.
Zum Beispiel:

  • Moore mit Wasser wieder nass machen.
  • Flüsse wieder so fließen lassen, wie es vorher war.
Ein einzelner Baum auf einem geräumten Acker. Im Hintergrund steht das Gebüsch im Rauch.© GNF

Zerstörung durch Brand

Darum müssen auch Politiker mehr tun:
Sie müssen Pläne und Gesetze machen,
um die Feuchtgebiete zu schützen.
Alle Länder sollen zusammenarbeiten.
Das ist auch wichtig, um den Zugvögeln zu helfen.
Und wir alle können anderen Menschen erklären,
warum Feuchtgebiete so wichtig sind.

Sommerlicher Tag im Wald mit saftig-grünen Bäumen. Auf einer Wiese sitzen 18 Menschen im Kreis neben einem Aufsteller mit Gebietskarte.© NAZKA

Ansprechperson

Katja Weickmann

Katja Weickmann

Projektmanagerin Living Lakes


Tel: +49 30 2400 867 341
weickmann@globalnature.org

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