Wir schützen die biologische Vielfalt in den indischen Westghats, in dem wir gemeinsam mit den Menschen vor Ort Wälder wieder aufforsten. Durch Schulungen und das Schaffen alternativer Einkommensquellen, für die keine Bäume gefällt werden müssen, tragen wir zusätzlich zum nachhaltigen Erhalt dieses Biodiversitäts-Hotspots bei. Davon profitieren die Menschen, die Natur und das Klima der gesamten Region.
Die Westghats in Indien sind ein bewaldetes Gebirge, das aufgrund seiner vielen endemischen Arten zu den bedeutendsten Biodiversitäts-Hotspots der Welt zählt. Auch als Wasserspeicher besitzen die Gebirgswälder unschätzbaren Wert, sie regulieren das großräumige Klima und stellen viele Ökosystemleistungen zur Verfügung, von denen die Existenz der lokalen Bewohner:innen abhängt. Doch das Waldökosystem wird bedroht: die Bevölkerung wächst, die Landnutzung ändert sich – mit negativen Folgen für Mensch und Umwelt. Besonders die indigenen Bevölkerungsgruppen sind stark abhängig von der Nutzung der Waldressourcen. Die Rodung der Wälder bedroht zudem die Wasserversorgung großer Städte wie Mumbai und Pune. Der globale Klimawandel verstärkt all diese Folgen noch.
Mit diesem Projekt tragen wir zum Erhalt und zur Wiederherstellung der artenreichen Wälder der nördlichen Westghats bei, indem wir Baumschulen errichten, die durch geschulte Selbsthilfegruppen betrieben werden. Gemeinsam mit den Bewohner:innen erstellen wir einen Aktionsplan für die nachhaltige Ressourcennutzung und Dokumentation der biologischen Vielfalt der Aufforstungsflächen.
Projektgebiet
Ziele
400 Familien aus 7 Dörfern in den Westghats erzielen ein verbessertes Einkommen aus der nachhaltigen Nutzung und Wiederaufforstung von 70 Hektar Waldfläche.
4 lokale Baumschulen werden aufgebaut, von geschulten Selbsthilfegruppen betrieben und produzieren jährlich 20.000 Setzlinge für Aufforstungsmaßnahmen.
300 Familien nutzen verbesserte Kenntnisse und erzielen durch die Verarbeitung und Vermarktung von Nichtholz-Waldprodukten ein um 30% gesteigertes Einkommen.
Ein Aktionsplan für die nachhaltige Ressourcennutzung wird erstellt, zwischen den Akteuren abgestimmt und umgesetzt.
Impacts
70 ha
Wald wiederhergestellt
100
Personen geschult, die 4 Baumschulen errichten und betreiben.
1
Stammeszentrum als Versammlungs- und Schulungsort etabliert, in dem die ökologische Bedeutung des Waldes sowie die traditionelle Ressourcennutzung thematisiert wird.
2
Ökotourismus-Campingplätze aufgebaut und in Betrieb
Impressionen
Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen
Aktuelles
Publikationen
Ansprechpersonen

Katharina Gehrig
Projektmanagerin Entwicklungszusammenarbeit
Tel: +49 7732 9995 84
gehrig@globalnature.org

Thies Geertz
Leiter Entwicklungszusammenarbeit & Naturschutz
Tel: +49 7732 9995 89
geertz@globalnature.org




