Wir setzen uns dafür ein, dass der Finanzsektor zur Erreichung entwaldungsfreier Lieferketten wirkungsvoller einbezogen wird. Dazu erarbeiten wir mit und für den Finanzsektor klare Handlungsempfehlungen sowie Empfehlungen für die Politik.
Jährlich gehen weltweit 10,2 Millionen Hektar Wald verloren. Rund 90 % der Entwaldung in den Tropen stehen mit der Ausweitung landwirtschaftlicher Produktion in Zusammenhang. Viele dieser Produkte werden in die EU und nach Deutschland importiert. Dahinter stehen auch Finanzinstitute, die Unternehmen durch Kredite oder Beteiligungen finanzieren und damit indirekt zur Entwaldung beitragen. Dennoch berücksichtigen viele Institute dieses Risiko bislang zu wenig: Laut Forest-500-Report adressieren 2024 nur 40 % der untersuchten 150 Finanzinstitute Entwaldung in ihren Richtlinien, obwohl sie über 8,9 Billionen US-Dollar in relevante Unternehmen investieren.
Unser Projekt unterstützt Finanzinstitute dabei, entwaldungsfreie Lieferketten stärker in ESG-, Biodiversitäts- und Risikomanagement zu integrieren und Finanzströme in Unternehmen zu lenken, die nicht zur Entwaldung beitragen.
Projektgebiet
Ziele
Analyse und Verbesserung relevanter EU-Regularien, wie der EUDR oder der EU-Taxonomie mit Blick auf den Finanzsektor
Sensibilisierung und Befähigung des Finanzsektors, entwaldungsfreie Lieferketten als wesentliches Risiko für den Verlust der Biodiversität zu erkennen und in ihr Biodiversitätsmanagement zu integrieren
Impacts
2
EU-weit gültige Regularien erhalten konkrete Verbesserungsvorschläge
20
deutsche Finanzinstitute sind über Handlungsmöglichkeiten zur Schaffung entwaldungsfreier Lieferketten informiert
4
Veröffentlichungen sensibilisieren Finanzsektor und Politik für entwaldungsfreie Lieferketten
Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen
Ansprechpersonen

Andrea Reuter
Projektmanagerin Unternehmen & Biodiversität
Tel: +49 228 184 86 94 14
reuter@globalnature.org


