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➔ News

Neues Projekt gestartet: Biodiversität in der Aluminium-Lieferkette

Aluminium ist ein Schlüsselrohstoff für die klimaneutrale Transformation. Sein Ausgangsstoff Bauxit wird jedoch überwiegend in tropischen und subtropischen Regionen abgebaut und setzt dort Wälder, Artenvielfalt und lokale Gemeinschaften unter Druck. Mit dem Projekt „Vielfalt statt Verlust“ unterstützt der Global Nature Fund deutsche Unternehmen dabei, Entwaldungs- und Biodiversitätsrisiken in ihren Aluminium-Lieferketten zu erkennen und wirksam zu reduzieren.

TNFD, SBTN, NPI veröffentlichen aktualisierte Leitfäden

Am 13. Oktober veröffentlichen TNFD, SBTN und die Nature Positive Initiative NPI zeitgleich aktualisierte Leitfäden und Standards. Sie unterstützen Organisationen dabei, Natur in ihre unternehmerischen Bewertungs-, Berichterstattungs- und Zielsetzungsprozesse zu integrieren. Veröffentlicht werden das LEAP 2.0 der TNFD, Science-Based Targets for Nature 2.0 des SBTN und das State of Nature Indicators and Metrics Framework der NPI.

Biodiversitätsrisiken für Textil- und Lebensmittelbranche

Globale Wertschöpfungsketten sind auf funktionierende Ökosysteme angewiesen, – etwa für Rohstoffe, fruchtbare Böden, Wasser und stabile Klimabedingungen. Am Beispiel der Textil- und der Lebensmittelbranche sucht der Global Nature Fund Lösungsansätze, denn beide Branchen verdeutlichen unterschiedliche Risiko- und Abhängigkeitsprofile. Ergebnisse des Projekts fließen in Handlungsempfehlungen für Unternehmen und Wirtschaftsverbände ein.

Appell zur Zukunft der Landwirtschaft

Fairtrade Deutschland, GNF und weitere Partner fordern Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer dazu auf, sich entschlossen dafür einzusetzen, dass die Zahlung fairer, kostendeckender Preise entlang der gesamten Lieferkette von allen Handelspartnern sichergestellt wird. Faire Preise bedeuten, dass sie die Kosten einer nachhaltigen Produktion decken und so existenzsichernde Einkommen und Investitionen ermöglichen. Die Zahlung von unfairen Preisen muss in die Richtlinie für unlautere Handelspraktiken (UTP) aufgenommen werden.
Biodiversität in landwirtschaftlichen Lieferketten

Lebensmittelbranche startet gemeinsamen Fahrplan für mehr Biodiversität

Die Mitglieder des Food for Biodiversity e.V. haben einen gemeinsamen Fahrplan für mehr Biodiversität in landwirtschaftlichen Lieferketten beschlossen. Die Roll-out-Strategie definiert erstmals gemeinsame Umsetzungsziele für Unternehmen und Standardorganisationen zur Förderung von Biodiversität in landwirtschaftlichen Lieferketten. Sie soll dazu beitragen, Biodiversitätskriterien stärker in den Anforderungen von Nachhaltigkeitsstandards sowie in den Beschaffungsvorgaben von Lebensmittelunternehmen zu verankern. Der Fokus liegt auf sieben Risikorohstoffgruppen: Gemüse, Obst, Weizen, Raps, Zuckerrüben, Milch und Fleisch.

Grundlage ist das Basis-Set Biodiversitätskriterien für gemäßigte Breiten, das von Food for Biodiversity gemeinsam mit Lebensmittelunternehmen, Standardorganisationen, Umweltorganisationen und der Wissenschaft entwickelt wurde. Es bündelt zentrale Anforderungen zum Schutz und zur Förderung der biologischen Vielfalt in der landwirtschaftlichen Produktion. Unternehmen und Standardorganisationen dient das Basis-Set als gemeinsamer Orientierungsrahmen.

Die Roll-out-Strategie sowie die Weiterentwicklung des Basis-Sets sind Teil des EU-LIFE-Projekts Fit for Biodiversity.

Die Roll-out-Strategie steht ab sofort zum Download zur Verfügung.

Kontakt für weitere Informationen: Oliver Peters, Projektmanager Food for Biodiversity
Fit for Biodiversity ist ein EU Life-Projekt für mehr Biodiversität im Lebensmittelsektor.
Für die neuesten Nachrichten und Infos zu Veranstaltungen und Schulungen sorgt @foodbiodiversity auf LinkedIn. #fit4biodiversity
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➔ Publikationen

Branchencheck Biodiversität – Textilindustrie

Der neue „Branchen-Check Biodiversität für die Textil-, Mode- und Bekleidungsindustrie“ verbindet Hintergrundwissen mit konkreten Handlungsempfehlungen, Checklisten, möglichen Kennzahlen sowie Instrumenten. Damit unterstützt er Unternehmen dabei, Biodiversitätsrisiken zu identifizieren, Handlungsfelder zu priorisieren und geeignete Maßnahmen abzuleiten. Zugleich bietet er Orientierung für die systematische Auseinandersetzung mit biodiversitätsbezogenen Anforderungen und Wesentlichkeitsanalysen. Dieser Branchen-Check des Global Nature Fund ist im Rahmen des Projekts „Unternehmen Biologische Vielfalt – UBi“ entstanden.

Report: Biodiversität finanzieren in der Lebensmittelbranche

Innovative Finanzierungsinstrumente wie Biodiversitätskredite rücken immer stärker in den Fokus – nicht zuletzt, seit sie im Kunming-Montreal-Rahmenwerk für biologische Vielfalt explizit als Instrument genannt werden. Wie stehen deutsche Lebensmittelunternehmen zu diesem neuen Marktinstrument? Gibt es echte Nachfrage – oder bleibt es vorerst Theorie? Das haben der Global Nature Fund, Food for Biodiversity und das IKI-Projekt „Del Campo al Plato“ (From Farm to Fork, durchgeführt durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH) in einem aktuellen Report untersucht.

Studie: Banken und Ökosystemleistungen

Diese Studie der Deutschen Bundesbank untersucht, inwieweit der Bankensektor in Deutschland von Ökosystemleistungen abhängig ist. Ökosystemleistungen basieren auf der Fähigkeit der Natur, Inputfaktoren für ökonomische Aktivitäten bereitzustellen, wie etwa sauberes Wasser und fruchtbare Böden. Das Verständnis dieser Abhängigkeiten ist entscheidend, da eine Schädigung von Ökosystemleistungen bedeutende wirtschaftliche und finanzielle Auswirkungen haben kann. Die Ergebnisse zeigen, dass Banken in Deutschland durch ihre Unternehmenskreditvergabe stark auf Ökosystemleistungen angewiesen sind, insbesondere in Bezug auf Wasser.

Analyse: Nature-Related Physical Risks

Naturbedingte physische Risiken sind lokal begrenzt: Ein und dieselbe geschäftliche Abhängigkeit kann je nach Standort eines Unternehmens zu sehr unterschiedlichen finanziellen Risiken führen. Diese Studie von MSCI untersucht, wie Anleger dieses Prinzip nicht nur verstehen, sondern auch systematisch bewerten können. Die Analyse identifiziert 23 Teilbranchen mit hohem Risiko in mehreren Risikokategorien und stellt die „MSCI Nature Risk Matrix“ vor – ein Rahmenwerk, das darauf ausgelegt ist, standortspezifische Erkenntnisse in Signale umzuwandeln, die die Portfolioanalyse und die Indexkonstruktion unterstützen können.

Planetary Health Check 2026

Bei allen sieben bereits überschrittenen planetaren Belastungsgrenzen nimmt die Belastung weiter zu. Rekordtemperaturen in den Ozeanen, schwere Dürren, Überschwemmungen, Waldbrände und extreme Hitze zeigen, dass das Erdsystem zunehmend unter Druck steht. Das geht aus dem aktuellen Planetary Health Check hervor. Mehr als 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben an dem jährlichen Bericht mitgewirkt, der vom Planetary Boundaries Science Lab am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) erstellt wird.

➔ Events

Webinar: Einführung zu aktualisierten TNFD-, SBTN- und NPI-Leitfäden

13./14./15. Oktober 2026 | Online
In mehreren Online-Veranstaltungen werden TNFD, SBTN und Nature Positive Initiative (NPI) ihre aktualisierten Leitfäden und Standards vorstellen. Sie unterstützen Organisationen dabei, Natur in ihre unternehmerischen Bewertungs-, Berichterstattungs- und Zielsetzungsprozesse zu integrieren.

Workshop: Biodiversitätsrisiken in textilen Lieferketten

14. Oktober 2026 | PERFORMANCE DAYS München
Im Rahmen der Performance Days in München präsentiert der Global Nature Fund erste Ergebnisse der von der Funk Stiftung geförderten Studie „Biodiversitätsrisiken in der vorgelagerten Lieferkette“. Der interaktive Workshop beleuchtet regulatorische Anforderungen, zeigt beispielhafte Risiken und konkrete Handlungsansätze auf und gibt Einblicke, wie Vorreiterunternehmen das Thema bereits angehen.

Online-Seminar: Biodiversität im Unternehmen - Prioritäten und Maßnahmen definieren

15. Oktober 2026 | Online
Wie lassen sich Biodiversitätsziele im Unternehmen definieren und in wirksame Maßnahmen überführen? Ein strategisches Biodiversitätsmanagement hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen, und stärkt zugleich die Resilienz und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Veranstalter: Global Nature Fund gemeinsam mit der NRW.BANK.

COP17 of the Convention on Biological Diversity (CBD)

19. bis 30. Oktober 2026 | Yerevan, Armenien
Im Oktober kommen Regierungen, Unternehmen, Finanzinstitute, die Zivilgesellschaft und andere Interessengruppen in Yerevan, Armenien, zur COP17 der Convention on Biological Diversity (CBD) zusammen. Die Konferenz spielt eine wichtige Rolle dabei, die Fortschritte bei der Umsetzung des Globalen Rahmens für die biologische Vielfalt von Kunming-Montreal zu überprüfen und Prioritäten für beschleunigte Maßnahmen zum Schutz der Natur festzulegen.
Empfohlene Termine für die Teilnahme von Unternehmen: 23.–27. Oktober.
Global Nature Fund (GNF) –
Internationale Stiftung für Umwelt und Natur
Fritz-Reichle-Ring 4
78315 Radolfzell, Germany
Telefon: +49 7732 9995 80
Telefax: +49 7732 9995 88
E-Mail: info@globalnature.org
www.globalnature.org
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